Baumschnitt
Frühjahr und Herbst sind ideale Zeitpunkte
für den Baumschnitt. Bei den allermeisten Bäumen und Sträuchern gilt:
weg mit allen Ästen, die über Kreuz wachsen oder abgestorben sind. Zur
ordentlichenGehölzpflege gehört ein zünftiger Auslichtungsschnitt!
Schwache und abgestorbene Zweige sind für die Rotpustelkrankeit
anfällig, die anhand ihres auffälligen Schadbildes leicht zu erkennen
ist. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem Baumschnitt Ihre Gehölzer
gesund und schön bekommen.
Bereits beim Pflanzschnitt werden schwache Triebe ganz gekappt und
kräftige um gut die Hälfte gekürzt. Mit einem Erziehungsschnitt bringen
Sie das Gehölz in Form und legen die Kronenform fest. Diesen Schnitt
sollten Sie in den ersten fünf bis sechs Jahren jährlich durchführen.
Alle steil oder nach innen wachsenden Zweige werden abgeschnitten, die
Triebspitzen vereinzelt. Mit dem sogenannten Erhaltungsschnitt halten
Sie etablierte Sträucher gesund und sorgen gleichzeitig dafür, dass die
Pflanzen immer neues Blüten- und Fruchtholz bilden.
Bäume und Sträucher mit einem Schnitt verjüngen
Lichten Sie den Strauch im Herbst bis auf wenige Haupttriebe aus.
Schneiden Sie beim Auslichtungsschnittalte Triebspitzen zurück, damit
jüngere hochkommen. Alte, bodenbürtige Triebe, die sich während des
Jahres bilden, können komplett entfernt werden. Hat man über Jahre einen
regelmäßigen Rückschnitt versäumt, bringt der Verjüngungsschnitt die
vergreisten und blühfaulen Gehölze wieder auf Trab. Schneiden Sie im
Oktober oder im Frühjahr alle alten Triebe bis auf 10 cm zurück und
lassen nur wenige der jüngeren Äste als Ersatz stehen. Seien Sie beim
Verjüngen ruhig rigoros, denn wenn Sie nicht tief genug schneiden,
wächst der Strauch danach struppig!
Mit einem Trick bewältigen übrigens auch normale Gartenscheren recht
dicke Äste: Drücken Sie den Ast mit einer Hand während des Schnitts
herunter. Durch die Hebelkraft wird der Ast an der Schnittstelle
geschwächt und die Gartenschere beißt sich besser durchs Holz. Wenn
regelmäßig viel Schnittgut anfällt, lohnt sich der Kauf eines Häckslers,
der Zweige und Äste bis 4 cm Dicke in kompostgerechte Stücke zerhackt.
Wer einen größeren Garten hat, kann das Schnittgut in einer geschützten
Gartenecke zu lockeren Ast- und Reisighaufen aufschichten. Igel und
andere Tiere nehmen diese dann gerne als Schlaf- und Winterquartiere an.
Dicke Äste absägen
Sollen ganze Äste entfernt werden, gehen Sie am besten schrittweise vor.
Denn vor allem schwere Äste
können beim Absägen leicht brechen und reißen dann mit ihrem unteren
Ende lange Rindenstreifen aus dem Stamm. Die dadurch entstehenden,
ausgefransten Wunden sehen nicht nur hässlich aus, sondern sind auch
Eintrittspforten für Bakterien oder Pilze, die besonders bei
Obstgehölzen Schaden anrichten können. Ganz wichtig ist eine scharfe
Gartensäge, denn sonst wird die Aktion rasch zur Schwerstarbeit.
Mehrjährige Äste und Zweige haben an ihrer Basis eine kleine Wulst aus
teilungsfähigem Gewebe, den sogenannten Astring. Soll so ein Zweig
abgeschnitten werden, setzen Sie die Gartenschere oder Gartensäge an der
Oberseite dieser Wulst an und schneiden dann leicht schräg nach unten
und außen. Die Astringe sorgen für eine schnelle Wundheilung und bilden
neues Abschlussgewebe. Generell gilt, je stärker
Sie Ziersträucher zurückschneiden, desto kräftiger treiben die Triebe
wieder aus. Einige Gehölze, z. B. veredelter Flieder, bilden fleißig
unterirdische Wildtriebe. Um sie loszuwerden, bleibt leider nichts
anderes, als sie ständig abzubrechen.
Rückenschonend das Laub fegen, ohne Leiter
auch hochgelegen Äste kürzen? Mit
der Teleskopstange für Gartengeräte ist das möglich. Wir haben die
ergonomische Verlängerung für Gartenwerkzeuge selbst ausprobiert.
Ein Verlängerungsstiel und ganz viele Möglichkeiten: Mit dem Stecksystem
QuickFit von Fiskars können verschiedene Geräte wie z. B. Baumsäge,
Laubrechen und Hacke leicht und schnell verlängert werden. Neu im
Sortiment ist der „kleine“ Teleskopstiel (ca. 44,95 Euro), der sich
zwischen 140 und 240 cm ausziehen lässt. Damit schließt sich die Lücke
zwischen den bisherigen Längen. Mit dieser Reichweite können Sie bequem
Äste im Baum schneiden, ohne auf eine Leiter klettern zu müssen. Auch
für Arbeiten am Boden lässt sich der Stiel zusammengeschoben gut
verwenden. Allerdings wiegt er etwa ein Kilo und ist damit schwerer als
ein nicht-ausziehbarer Stiel.
Obstbaum: Apfelbaum schneiden
Obstbaumschnitt
Der Obstbaumschnitt soll Obstbäume wie Apfelbaum, Birnbaum, Pflaume oder
Kirsche blühfähig halten und damit für hohe Erträge bei der Ernte
sorgen. Beim Obstbaumschnittentfernen Sie schwache Triebe und störende
Äste und lassen Sonne und Luft durch die Korne fluten. Wir erklären
exemplarisch am Apfelbaum, wie Sie Obstbäume schneidensollten, damit die
Krone im Herbst voll reifer Früchte hängt.
Wann Obstbaum schneiden?
Ihren Apfelbaum schneiden sollten Sie solange der Baum ruht (November
bis März), also vor der neuen Wachstumsphase im Frühjahr. Zur Not können
Sie auch noch direkt nach der Blüte den Apfelbaum schneiden. Dann
erkennen Sie auch, welche Zweige später nur wenige Früchte tragen werden
(= wenige Blüten am Ast).
Praxistipp: Ein später Schnitttermin verlangsamt das Wachstum des
Apfelbaumes. Je kürzer vor der Blüte Sie schnell wachsende Obstbäume
schneiden, desto kompakter wird ihr Wuchs, desto mehr Kraft fließt in
die Fruchtbildung!
Wie Apfelbaum schneiden?
Generell gilt beim Obstbaumschnitt die Faustformel: Auf einen starken
Rückschnitt des Astes reagiert der Obstbaum mit Holzwachstum (starker
Neuaustrieb in der Spitze, Kronenaufbau). Wird ein Ast hingegen nur
schwach zurückgeschnitten, bilden sich auf der ganzen Länge des Triebes
mäßig starke, neue Zweige (mehr Fruchtholz, Verdichtung der Krone).
Beim Rückschnitt Ihres Apfelbaums sollten Sie alle Triebe entfernen, die
in starker Konkurrenz zu anderen fruchttragenden Zweigen stehen. Dazu
zählen vor allem:
tote / kranke / beschädigte / dürre / blütenlose Zweige
kreuzende / zu dicht stehende / nach innen wachsende Triebe
Praxistipp: Wasserschosse werden immer entfernt! Scheiden Sie die steil
emporstrebenden Triebe direkt am Astring ab.
Vertrauen Sie auf Ihr Gespür, dann wird Ihnen der Obstbaumschnitt auch
ohne detaillierte Rückschnitt-Zeichnungen gelingen. Halten Sie beim
Apfelbaum schneiden immer den Leitspruch des Obstbauern im
Hinterkopf: "Nach dem Obstbaumschnitt muss man einen Hut durch eine
Obstbaumkrone werfen können, ohne dass er sich verfängt." Denn die
Früchte brauchen Licht, Luft und Platz zum wachsen und reifen – eine zu
dichte Obstbaum-Krone begünstigt indes Pflanzenkrankheiten und gefärdet
eine reiche Ernte!
Veredeln von Obstbäumen
Obstbäume veredeln – leicht gemacht!
Verschiedene Apfelsorten auf demselben Obstbaum sind keine Zauberei,
sondern das Ergebnis einer Veredelung – eigentlich eine
Vermehrungsmethode, mit der man sortenechte Apfelbäume(oder andere
Pflanzen) bekommt. Dabei macht man sich zu Nutze, dass das
teilungsfähige Gewebe eines Zweiges (Edelreis) mit dem
des Apfelbaum (Unterlage) zusammenwächst, so dass der Zweig versorgt
wird. Veredeln klappt mit nahe verwandten Pflanzen. Es wächst sogar
Birne auf Eberesche!
Das Pfropfen hinter die Rinde von mindestens 5 cm dicken Ästen ist die
einfachste Veredelungs-Methode, Mitte Mai der beste Zeitpunkt. Denn dann
löst sich die Rinde leicht vom Ast. Die etwa bleistiftdicken, 15 cm
langen Triebe zum Vermehren werden möglichst während der Vegetationsruhe
geschnitten (Obstbaumschnitt) und sollten zum Zeitpunkt
der Veredelung noch nicht ausgetrieben sein. Pro Ast können Sie bis zu
drei Triebe aufpfropfen. Achten Sie beim Verstreichen des Baumwachses
darauf, dass die Austriebsknospe gegenüber der Schnittfläche frei
bleibt. Treiben die Zweigknospen aus, waren Sie erfolgreich.
Das selbst-ausprobiert-Fazit:
Praktische Stiellänge für Arbeiten in mittlerer Höhe (ca. zwei Meter)
Dank dem Stecksystem lassen sich hier auch andere Geräte befestigen
Stabile Verarbeitung, wenig Gewicht dank gehärtetem Aluminium
Sträucher schneiden
Im Januar und Februar ist es für die meisten Gehölze im Garten für
den Pflanzenschnitt noch zu früh. Bis zu den Eisheiligen im Mai müssen,
ja, dürfen Sie sogar nicht warten, um Obstbäume, Sträucher und Rosen zu
schneiden. Wann der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt alter
Triebe ist, entscheidet der Lebenszyklus der Pflanze!
Der Zeitraum, in dem eine Pflanze blüht, bestimmt auch den idealen
Zeitpunkt ihres Rückschnitts.
Frühblüher: Alle Sträucher, die bereits im Winter neue Knospen gebildet
haben und schon in den ersten Monaten des Jahres blühen (wie Forsythien)
dürfen erst nach der Blüte im März zurückgeschnitten werden.PRAXISTIPP:
Diese Pflanzen bilden Ihre Blüten nur an ein- und zweijährigem Holz.
Daher können Sie beim Rückschnitt alles entfernen, was hart und verholzt
daherkommt.
Sommerblumen wie Hortensien, Ginster und Schmetterlingsflieder bilden
ihre Blüten nur an frischen, diesjährigen Trieben. Daher können Sie
diese Pflanzen nach dem letzten Frost radikal
zurückschneiden.PRAXISTIPP: Auch viele Kräuter (Rosmarin, Thymian oder
Lavendel) brauchen diesen kräftigen Rückschnitt bis in Holz, um neu
auszutreiben.
Nadelbäume können im Prinzip immer zurückgeschnitten werden. Es
empfiehlt sich aber, Tannen und Co entweder im Frühjahr rechtzeitig vor
der Wachstumsphase oder gleich danach (um den Johannistag, 24. Juni) zu
stutzen. Gleiches gilt auch für deren Beschnitt als Heckenpflanze!
Rosen schneiden sollten Sie, wenn die Forsythien blühen – lautet die
Faustregel. Und das selbst dann noch, wenn die Rose bereits neue Triebe
gebildet hat! Auf 20 cm zurückgeschnitten werden Beet- und Edelrosen,
bei Wildrosen-Sorten sollten Sie nur totes Holz entfernen.
Einmalblühende Kletterrosenhingegen werden erst mäßig nach der Blüte im
Frühherbst gestutzt.
Worauf bei der Gehölzpflege zu achten ist
Nicht nur die Frage "Wann schneiden" sondern auch das Wie entscheidet
über einen guten Wuchs, reiche Blütenpracht und große Ernte! Mit dem
Rückschnitt sorgen Sie dafür, dass die Pflanze frisches Grün austreibt,
an dem sich viele Blüten (und damit Fruchtstände) bilden können:
Damit späte Fröste den durch den Rückschnitt geschwächten Pflenzen nicht
schaden, sollten Sie radikale Schnitte nicht zu früh im Jahr
durchführen.
Starke Äste lieber mit der Säge einkürzen, damit der Ast nicht
gequetscht, sondern sauber abgetrennt wird.
Große Wunden sollten Sie mit "flüssigem Pflaster" versiegeln. Bei
kleinen, glatten Wundstellen möglichst nah am Stamm verschließt die
Pflanze selbst die Wunde.
Lassen Sie keine Ast-Stummel stehen! Sie vertrocknen leicht, werden
rissig und beiten Schädlingen und Pilzen ideale Eintrittspforten.
Äste, die von Schädlingen bereits befallen sind, sollten Sie in jedem
Fall stark auslichten und den Baumschnitt nicht auf den Kompost geben.
Besser mit der Biotonne entsorgen oder gleich verbrennen, damit sich die
Schädlinge nicht weiter im garten ausbreiten.
Werkzeug für saubere Schnitte und gesunde Sträucher
Damit Sie bei
derGehölzpflege Ihre Ziersträucher, Rosen und Obstbäume nicht unnötig
quälen sind scharfeGartenwerkzeuge unerlässlich!
Astscheren und Gartenscheren müssen alle Äste sauber zertrennen, ohne
sie zu zerquetschen. Dafür sollten sie Schneiden nachschleifbar sein und
sowohl frisches, saftiges wie auch totes, hartes Holz zuverlässig
schneiden.
Hecke schneiden
Damit Ihre Gartenhecke schön grün und dicht
wächst, ist ein regelmäßiger Heckenschnittnötig. Wann Sie die Hecke
schneiden, welche Heckenscheresich am besten eignet und was beim
Heckenschneiden noch zu beachten ist, erfahren Sie hier.
Der erste Schnitt Ihrer Hecke
Bei Heckengehölzen, die von Bäumen abstammen (Feldahorn, Hainbuche und
Rotbuche) sollte schon im Pflanzjahr ein ordentlicherRückschnitt der
Triebspitzen erfolgen, um ein stark verzweigendes Wachstum anzuregen!
Nadelgehölze (wie Thuja, Koniferen) hingegen brauchen ein Jahr Ruhe, um
gut anzuwachsen. Ab dem 2. Standjahr können Sie die Nadelgehölz-Hecke
jährlich zurückschnieden – auch wenn diese noch nicht ie gewünschte Höhe
aufweist.
PRAXISTIPP: Gerade bei Nadelgehölz-Hecken ist die Form beim
Heckenschnitt wichtig: Die Trapez-Kontur (oben schmal, unten breiter)
lässt überall ausreichend Licht an die Heckenpflanze – so vermeiden Sie
kahle, braune Stellen und sorgen für eine dichte Hecke.
Wann sollten Sie Ihre Hecke schneiden?
Für den Hauptschnitt sollten Sie auf den Johannistag (24. Juni) warten.
Dann haben die Heckenpflanzenden sogenannten Johannistrieb bereits
ausgebildet (Ende der Hauptwachstumsphase der Pflanzen). Der Vorteil:
Der Heckenschnitt bleibt lange erhalten ohne erneut zu verwuchern!
Außerdem haben zu diesem Zeitpunkt die heimischen Vogelarten ihre
Brutpflege (Mai/Juni) meist schon abgeschlossen – sollten Sie früher mit
dem Heckenschnitt beginnen, stellen Sie sicher, dass sich keine
nistenden Vögel in der Heckebefinden!
Bei jungen Hecken sind bis zu vier Schnitten im Jahr nicht ungewöhnlich.
Meist genügt es hier aber, einzelne Zweige mit der Astschere zu kappen,
um die Wuchsform der Hecke herauszuarbeiten.
PRAXISTIPP: Kahle, braune oder vergreiste Stellen in der Gartenhecke
sollten Sie bereits im Februar oder März ausreinigen.
Wie schneiden Sie Ihre Hecke?
Ob Sie mit der elektrischen Heckenschere oder der klassischen
Hand-Heckenschere schneiden ist heute eher eine Frage der Fitness. Bei
langen Hecken erleichtern elektrische Heckenscheren (ob kabelgebunden
oder im Akkubetrieb) die Arbeit.
Schneiden Sie die Flanken der Hecke in langen, kreisförmigen Zügen von
unten nach oben. Die Oberseite der Hecke stutzen Sie ebenfalls in
bogenförmigen Bewegungen mit leicht zu Ihnen gekippter Heckenschere.
PRAXISTIPP: Schneiden Sie die Hecke nicht in der prallen Sonne! Die
jungen, frei gelegten Blätter und Triebe verbrennen dann leicht (etwa
bei Buchsbaum und Ilex).
Wie oft sollten Sie pro Saison schneiden?
Die Schnitthäufigkeit hängt in erster Linie von der Gehölzart ab und von
Ihren Vorlieben: Mögen Sie lieber den naturnahen, verwilderten Garten
oder das klassische Ideal den französischen Formschnitts? Folgende
Richtwerte zum Heckenschnitt haben sich etabliert:
1 x im Jahr: Hainbuche, Rotbuche, Liguster, Berberitze, Scheinzypresse,
Lebensbaum
2 x im Jahr: Feldahorn, immergrüne Eibe,
Häufiger: Buchsbaum (bei Formschnitt)
PRAXISTIPP: Um gelbe Buchsbaum-Spitzen im Winter zu vermeiden, sollten
Sie Buchs ab August nicht mehr schneiden. So haben die neuen Triebe noch
Zeit bis zu den ersten Frösten auszureifen.
Nachbarschaftsrecht: Hecke setzen & schneiden
Die Gartenhecke soll ja in den meisten Fällen den Blick über den
Gartenzaun unterbinden. Dennoch enttehen viele
Nachbarschaftsstreitigkeiten um die Frage, wie hoch eine Hecke wachsen
darf.
In den Bauordnungen der Länder wird auch die Grenzbepflanzung mit
zugehörigen Mindestabständen geregelt – in den wenigsten Gesetzen sind
Höhenbegrenzungen festgeschrieben. Als Faustregel gilt: Bei einem
Abstand von 50 cm zur Grundstücksgrenze darf die Hecke bis zu 200 cm
hoch wachsen. Um diese Platzverschwendung zu vermeiden, einigen sich
Nachbarn meist gütlich (in einem mündlichen Vertrag) auf das
gemeinsamePflanzen der Hecke auf der Grundstücksgrenze.
Wächst eine Hecke deutlich über die 2m Höhe hinaus, tendieren Gerichte
dazu, siee wie Bäume (bzw. Bauwerke) zu behandeln und können einen
Rückschnitt anordnen, wenn der Nachbar (z. B. durch Schattenwurf)
benachteiligt wird.
PRAXISTIPP: Handeln Sie bei Problemen rechtzeitig! Stört Sie die
Wuchshöhe von Nachbars Hecke, sollten Sie Ihren Nachbarn zügig daruf
ansprechen und um einen kräftigen Heckenschnitt bitten. Geht er darauf
nicht ein, können Sie klagen. Doch Achtung: Ihr Recht auf Klage verjährt
nach 5 Jahren, handeln Sie innerhalb dieser Frist nicht, darf Nachbars
Hecke weiter in den Himmel wachsen!
So bitte nicht....... |